Antibiotika wirken bei bakteriell bedingten Erkrankungen wie beispielsweise Mandelentzündung oder Blasenentzündung. Insbesondere bei schweren Erkrankungen wie Lungenentzündung, Hirnhautentzündung, oder bei großflächigen Verletzungen können Antibiotika lebensrettende Wirkung entfalten.

Wichtig: Bei Viren und Pilzen haben Antibiotika keine Wirkung!

Keine Wirkung haben Antibiotika aber bei Viren-Erkrankungen wie der vor allem im Herbst und Winter häufigen Grippe, bei Erkältungen mit Schnupfen, Husten und Heiserkeit oder Masern.

Da diese Anwendungsfälle – insbesondere im Umfeld von Erkältungen – nicht immer eindeutig zu unterscheiden sind, besteht das Risiko von unnötigen Antibiotika-Therapien. Das passiert – so berichten einige Ärzte – nicht selten auch auf Wunsch des Patienten, der bei Erkältungssymptomen auf die Verschreibung von Antibiotika besteht, in der Hoffnung dann schneller wieder gesund und einsatzfähig zu werden.

Du solltest im Zweifelsfall also sorgfältig abwägen, ob eine Antibiotika-Therapie zu Deiner Heilung beitragen kann. Denn mit der Einnahme von Antibiotika gehst Du gleich zwei Risiken ein – einerseits kann der Einsatz zu Resistenzbildung führen. Das bedeutet, dass die Wirkung beim nächsten Mal, wenn Du eine entsprechende Behandlung – dann vielleicht sehr dringend – benötigst, möglicherweise eingeschränkt ist und ein anderes, stärkeres Antibiotikum benötigt wird.

Weiterhin wirst Du mit großer Wahrscheinlichkeit mit den direkten Nebenwirkungen von Antibiotika konfrontiert werden. Daher lohnt sich eine bewußte Nutzen-Risiko-Überlegung in diesem Bereich ganz besonders.

Wenn möglich: Bakterienbestimmung im Labor vor der Antibiotika-Behandlung

Sehr hilfreich kann auch eine entsprechende Laboruntersuchung vor dem Einsatz der Antibiotika sein. Dein Arzt nimmt dann einen Abstrich – also eine Probe von dem infiziertem Gewebe – und schickt diese in ein Labor. Dort werden die Bakterien untersucht und bestimmt, meist wird auch gleich eine mögliche Resistenz geprüft, sodaß anschließend die passende Therapie ausgewählt werden kann. Da diese Prozedur allerdings ein paar Tage dauert, kann sie nicht in akuten oder sogar lebensbedrohlichen Situationen eingesetzt werden.


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