Werden Antibiotika ohne gleichzeitige oder anschließende Probiotika-Gabe bzw. Darmsanierung eingesetzt, ist die Gefahr einer erneuten Fehlbesiedelung durch pathologische Keime hoch. Für Dich als Patienten bedeutet das, dass Du schon nach kurzer Zeit wieder ähnliche oder sogar noch schlimmere Symptome spürst.

Hintergrund ist, dass Deine Schleimhäute nach einer Antibiotika-Behandlung einen besonders guten „Nährboden“ für eine Fehlbesiedelung bieten, da die Schutzfunktion des natürlichen Biofilms stark eingeschränkt ist.

Kommt es tatsächlich zu einer erneuten Erkrankung, wird diese vermutlich sogar noch schlimmer ausfallen als vorher. Als weiterer erschwerender Faktor kann jetzt noch eine Resistenz des entsprechenden Erregers dazukommen. Dann bist Du im „Antibiose-Teufelskreis“:

Der „Antibiose-Teufelskreis“: Die Nebenwirkungen der Antibiotika-Behandlung begünstigen eine Neuerkrankung, die wiederum mit Antibiotika behandelt werden muss.

Ist dieser Prozess mehrfach durchlaufen bzw. weit entwickelt, kann es sogar zu lebensbedrohlichen Infektionen kommen – wie beispielsweise einer gefährlichen Überwucherung der Darmwand mit „Clostridium difficile“ (siehe dazu z.B. einen Artikel aus dem „Deutschen Ärzteblatt“).

Um diesen Kreislauf zu durchbrechen oder ihn gar nicht erst entstehen zu lassen, sollte entweder schon während oder möglichst zeitnah danach mit einer entsprechenden Aufbaukur begonnen werden.